Oldenburg muss menschlich bleiben

PRESSEINFORMATION

Oldenburg, 09.05.2019. Die Flüchtlingshilfe Oldenburg, der Oldenburger Standortleiter der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen Klaus Siems und der Sozialdienst der Johanniter der Einrichtung haben sich in einem Gespräch über die Kritik der Flüchtlingshilfe ausgetauscht. Gemeinsames Ziel der Gesprächsparteien soll es weiterhin bleiben, den Bewohner*innen soziale Teilhabe zu ermöglichen.

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"Die Begegnungen sind ein gegenseitiges Geben und Nehmen"

Erfahrungsbericht von Anke A., Integrationslotsin:

Seit Februar dieses Jahres treffe ich mich regelmäßig einmal pro Woche für 2-3 Stunden mit einer Familie (Mutter, 26 J., Vater, 28 J., Tochter, 8 J.) aus dem Irak.

Die Treffen gestalten sich ganz unterschiedlich. Mal begleite ich die Mutter zum Termin beim Jobcenter, gehe mit zum Elternabend in die Schule oder auch zu Arztbesuchen. Weiter lesen...

"Nach fast 2 Jahren ist mir die Familie fest ans Herz gewachsen"

Erfahrungsbericht von Claudia J., Integrationslotsin:

Bei der Arbeit mit Schutzsuchenden haben mich viele Dinge beeindruckt, manches Mal war ich überfordert und wütend, dann wieder beeindruckt und tief berührt. In meiner Vorstellung war es immer so: Der Geflüchtete entscheidet sich mehr oder weniger „freiwillig“ für ein Leben in einem neuen Land. Dann ist es doch wohl klar, dass er die Gepflogenheiten und Sitten der Europäer übernimmt. Es braucht aber nun mal seine Zeit, bis der Schuh nicht mehr drückt. Weiter lesen....

"Nach ein paar Wochen hat N. mich gefragt, ob sie ‚Oma‘ zu mir sagen darf"

Erfahrungsbericht von E.R., Integrationslotsin:

Vor etwa einem Jahr bin ich in Rente gegangen. Zuvor habe ich 10 Jahre lang hauptamtlich in einer Beratungsstelle für Geflüchtete gearbeitet und diese von Beginn an mit aufgebaut. Bei meiner hauptamtlichen Tätigkeit konnte ich sehr positive Erfahrungen sammeln und habe nette Menschen sowie vielfältige Sprachen kennen gelernt. An diese Tätigkeit wollte ich nun anknüpfen und habe mich deshalb im September letzten Jahres bei dem Integrationslots*innen-Kurs bei IBIS e.V. angemeldet, um meine Kenntnisse aufzufrischen. Weiter lesen....

"Positiv empfinde ich, wie gelassen die Familie mit Schwierigkeiten umgeht“

Erfahrungsbericht von Y.D., Integrationslotsin:

Letztes Jahr habe ich von September bis Oktober einen Integrationslotsen-Kurs bei IBIS e.V. besucht. Ich habe mich für diesen Kurs entschieden, um eine Anbindung an andere Ehrenamtliche zu haben und bei Bedarf zu wissen, an wen ich mich mit Fragen wenden kann. Der Kurs hat mir gut gefallen und die Ehrenamtsarbeit bei IBIS insgesamt ist sehr strukturiert aufgebaut. Man wird nicht alleine gelassen und gut auf die ehrenamtliche Arbeit vorbereitet. Die Gruppe der Ehrenamtlichen ist richtig nett und die Möglichkeit, sich bei Bedarf gegenseitig zu vertreten, gefällt mir sehr gut. Weiter lesen....

 

Flüchtlingshilfe Oldenburg

Die Flüchtlingshilfe Oldenburg ist eine Initiative von über 125 Ehrenamtlichen, die Schutzsuchende unterstützen und ihre Integration fördern. Sie arbeitet in sehr enger Kooperation mit IBIS e.V.

Unsere ehrenamtlichen Helfer*innen leisten viele Aufgaben beim Aufbau und Betrieb von Begegnungsstätten (z.B. Integrations-Café), in Fahrradwerkstätten, Kleiderkammern, bei der Sprachförderung oder der Begleitung von Arztbesuchen. Darüber hinaus helfen mehr als 60 Integrationslots*innen in direkten Patenschaften anerkannten Schutzsuchenden bei der Integration, der Begleitung zu Behörden, der Suche nach Integrationskursen, Wohnungen, Kontakten und Jobs. In Zusammenarbeit mit IBIS e. V. werden stetig neue ehrenamtliche Integrationslots*innen ausgebildet. In einem Lenkungskreis und durch Unterstützungsteams wird die Hilfe koordiniert.

Informationen und Anmeldung bei Claudia Jesse, Integrationslotsin, Mail: claudia0204(at)web.de oder bei Hannah Prömper & Katharina Pytjew, Ehrenamtskoordinatorinnen bei IBIS, Mail: ehrenamt(at)ibis-ev.de, Tel: 0441-92058282. Hier können sich auch Interessenten an einer Mitarbeit anmelden.